Einlasskontrolle während Corona: Türsteher, Körbe oder Ampel?

Nach dem Ende des ersten Corona-bedingten Lockdowns in Deutschland im Mai 2020 durften auch „nicht-systemrelevante“ Geschäfte aus dem stationären Einzelhandel unter Einhaltung von besonderen Hygienevorschriften wieder ihre Pforten für Besucher öffnen.

Neben einer Maskenpflicht wurde durch die Beschlüsse von Bund und Ländern eine flächenabhängige Begrenzung der Besucherzahlen vorgeschrieben, um die Abstandsregeln zur Eindämmung der COVID-19 Pandemie besser einhalten zu können. Hierbei galt eine Vorgabe, dass je nach Bundesland pro 10 bzw. 20 Quadratmeter Verkaufsfläche nur 1 Besucher im Geschäft verweilen darf.

Da es keine konkreten Vorgaben bezüglich der Umsetzung dieser Zugangsbeschränkung seitens des Gesetzgebers gab, war der Fantasie der Einzelhändler keine Grenzen gesetzt. Die Herausgabe abgezählter Kleiderbügel, Sicherheitsetiketten, Einkaufskörbe, Plastikkarten, etc. oder der Einsatz von Sicherheitspersonal mit Handklickern sind nur einige aus der Not heraus geborene Beispiele. Von vielen Besuchern wurden sie nur achselzuckend zur Kenntnis genommen und entfachten teilweise auch Konfliktpotenzial.

Da jedoch die Herausgabe von Gegenständen oder das Bereitstellen eines Türstehers mit hohen Personalkosten verbunden ist, und zusätzlich das Personal auch erhöhten Infektionsrisiken ausgesetzt wird, haben viele Händler in digitale Lösungen investiert. Diese amortisieren sich in der Regel in Bezug auf die wegfallenden Personalkosten schon recht schnell und garantieren einen flüssigen und sicheren Ablauf.

Bewährt hat sich hierbei eine digitale Zutrittssteuerung via Bildschirm mit digitalem Ampelsystem oder via analoger Lichtsignalanlage, die den Zutritt auf die Verkaufsfläche automatisiert regeln. Die hochgenaue Zählung der Besucher erfolgt hierbei über entsprechende Sensoriken, sogenannte Frequenzzähler, die meist an der Decke über dem Eingang platziert werden. Erweiterbar sind derartige Lösungen z.B. durch Funktionen wie Maskenerkennung, Einkaufswagenzählung, Abstandswarnungen oder generelle Alarmierungsmöglichkeiten.

Ein weiteres bedeutendes Argument für diesen digitalen Ansatz ist die Tatsache, dass die Systeme zur Frequenzmessung auch nach Corona noch einen großen Beitrag zur Optimierung der Filialen leisten können. So können neben generellen Besucheranalysen z.B. auch Conversion Rates ermittelt oder die Personaleinsatzplanung besucherorientiert angepasst werden. Es handelt sich also um keine Investition, die nur zu Corona-Zeiten einen Mehrwert bringt.

Als weiterer Pluspunkt werden derartige Lösungen derzeit staatlich z.B. über die Überbrückungshilfen von den zuständigen Bundesministerien oder auf Landesebene durch unterschiedliche Förderprogramme im Bereich Digitalisierung gefördert.

Sollten Sie bezüglich der Fördermöglichkeiten oder der generellen Funktionsweise der Systeme Fragen haben, so zögern Sie nicht, das KRONOS Team über das Kontaktformular zu kontaktieren.

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