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Wieso kommen keine Kunden in mein Geschäft?

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Diese Frage lässt viele Einzelhändler unruhig schlafen. Die Laufkundschaft fehlt, die Konkurrenz ist groß, das Werbebudget ist bescheiden, Kunden kommen nicht wieder, die Bedingungen sind allgemein suboptimal und der Umsatz lässt zu wünschen übrig. So geht es vielen Einzelhändlern. Die negativen Tatsachen sind aber häufig ein Zeichen dafür, dass das vorhandene Potenzial noch nicht vollständig ausgenutzt wird. Denn wenn zu wenig oder keine Kunden in das eigene Geschäft kommen, dann liegt das meistens an einer Kombination von Gründen. Viele Gründe bieten Ansatzpunkte für individuelle Optimierungen. Andere Gründe wiederum sind für Einzelhändler kaum beeinflussbar. In diesem Artikel erhalten Sie einen Überblick über typische Gründe, wieso keine Kunden ins Geschäft kommen.

Schlechter Standort

Der Mangel an Kundschaft kann an der generellen Standortwahl liegen. In C-Lagen von Innenstädten und Einkaufszentren kommen nun mal weniger Passanten vorbei. Wenn andere Gründe ausgeschlossen werden können, dann sollten Einzelhändler ihre Standortwahl noch einmal überdenken. Hierbei ist es jedoch wichtig, die Passantenfrequenzen des aktuellen Standorts mit potenziellen Standorten in A-Lagen und B-Lagen systematisch zu vergleichen. Als Alternative bietet es sich an, dass Einzelhändler sich den Leerstand von Einzelhandelsimmobilien zunutze machen. Ein Pop-up-Store für einen bestimmten Zeitraum ist eine Option, um die Akzeptanz an einem anderen Standort zu testen. Darüber hinaus können mit einem Pop-up-Store in A-Lagen und B-Lagen mit einer höheren Passantenfrequenz Kunden für das eigentliche Stammgeschäft gewonnen werden.

Parkplatzmangel

Ein Grund, warum keine Kunden ins Geschäft kommt, kann am Parkplatzmangel liegen. Der Mangel an Parkplätzen spielt vor allen in Innenstadtbereichen eine entscheidende Rolle. Denn dort konkurrieren Shopper mit Anwohnern, Arbeitnehmern und sonstigen Besuchern um die raren Parkplätze. Shopper wollen es immer möglichst bequem haben und keine unnötig weiten Wege zurücklegen. Am Parkplatzmangel lässt sich als Einzelhändler wenig ändern. Die Parkraumkonzepte der Kommunen sind eher auf Dauer ausgelegt.

Veränderungen am Einzelhandelsstandort

Ein Einzelhandelsstandort verändert sich stetig. Manchmal gibt ein wichtiger Frequenzbringer bzw. Ankermieter seinen Standort auf. Oder es eröffnen Stores mit einem vergleichbaren Sortiment wie dem eigenen. Oder die Aktivitäten des Stadtmarketings schlafen aufgrund mangelnder Mitarbeit oder geringer Finanzmittel ein. Oder benachbarte Einzelhandelsstandorte gewinnen stark an Attraktivität. Solche Entwicklungen können die Passantenfrequenzen negativ beeinflussen und die eigene Kundschaft reduzieren.

Baustellen in der näheren Umgebung

Baumaßnahmen in der näheren Umgebung können für Retailer der Sargnagel sein. Besonders wenn die Straße direkt vor dem Einzelhandelsstandort saniert wird, hat dies negative Auswirkungen auf die Anzahl der Besucher. Denn Lärm und Dreck machen ein Geschäft unattraktiv. Aber auch Baumaßnahmen in der näheren Umgebung können den Besucherverkehr einschränken und zu weniger Kunden im Geschäft führen.

Schlechte Schaufenstergestaltung

Der äußere Eindruck eines Stores ist die Visitenkarte und weckt Erwartungen. Deswegen sollte die Schaufensterfront besonders attraktiv gestaltet werden. Das Schaufenster soll vermitteln, welches Sortiment die Kunden im Inneren erwarten. Es ist aber nicht das Ziel, dass Passanten die Schaufenstergestaltung nur schön finden. Wenn keine Kunden ins Geschäft kommen, dann müssen mit der Schaufenstergestaltung besonders Impulskäufer angesprochen werden. Das Schaufenster muss zudem immer einen guten Blick ins Innere gewähren, der offen, gut strukturiert und gut beleuchtet sein muss.

Keine sichtbare Beschilderung

Passanten werden bei einer Shoppingtour oder beim Spazierengehen durch Reize überflutet. Das können Werbeschilder, der Verkehr, die Schaufenstergestaltungen oder die eigenen Gedanken sein. Um die Aufmerksamkeit der Passanten zu gewinnen, muss die Beschilderung des Stores deutlich sichtbar sein, vor allem auch in der dunklen Jahreszeit und bei trübem Wetter. Die Beschilderung muss auffallen und auch möglichst eindeutig auf das Sortiment hinweisen.

Keine Events und Sonderveranstaltungen

Ein gutes Stadtmarketing bzw. Centermanagement richtet regelmäßig Events aus, um Besucher anzuziehen und ihnen ein besonderes Einkaufserlebnis zu bieten. Wer als Einzelhändler an solchen Events nicht mit eigenen Ideen und Angeboten teilnimmt, vergibt viel Potenzial. Aber auch selbst organisierte Sonderveranstaltungen in den eigenen Räumlichkeiten können das eigene Geschäft bekannter machen. Modeschauen, Buchlesungen, Produktverkostungen, Vorträge zu relevanten Themen oder Workshops können Besucher mittelfristig zu Kunden machen.

Keine Kontaktmöglichkeiten zu ehemaligen Kunden

Immer neue Besucher und Kunden zu gewinnen, ist Sisyphusarbeit. Wer als Einzelhändler die bisherigen Käufer vernachlässigt, muss sich nicht wundern, wenn keine Kunden ins Geschäft kommen. Denn zufriedene Kunden würden sicherlich wieder etwas im Store kaufen. Aber ein Store gerät schnell in Vergessenheit. Daher müssen Retailer mit ihren Käufern in Kontakt bleiben. Das Beilegen eines Flyers in die Einkaufstüte mit dem Hinweis auf eine Newsletteranmeldung kann schon Wunder wirken. Mit regelmäßigen Informationen, Angeboten und Rabatten per E-Mail ziehen Einzelhändler zufriedene Kunden wieder in den Store.

Kein zusätzlicher Kundenservice

Neben der persönlichen Beratungskompetenz erwarten Kunden im stationären Einzelhandel einen ausgezeichneten Kundenservice. Wenn kein Kundenservice vorhanden ist, dann können sich die Erfahrungen damit auch nicht positiv herumsprechen. Eine harmonische Storegestaltung, eine inspirierende Hintergrundmusik, eine abgestimmte Beleuchtung und ein freundlich-aufmerksamer Empfang schaffen eine Wohlfühlatmosphäre. Als besonderen Kundenservice eignen sich beispielsweise ein kostenloser Lieferdienst für hochpreisige Produkte, eine Einführung bei besonders erklärungsbedürftigen Produkten, ein Verpackungsservice, smarte Spiegel und Umkleidekabinen, Getränke bei Wartezeiten oder spezielle Umtauschfristen für Bestandskunden.

Bild: 卓倩 李 via Unsplash

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